Schluchzend kniete ein stattlicher Mann am Altar und betete laut: „Gott vergib mir meine Sünden."
Die Menschen in dem ukrainischen Gotteshaus sind tief ergriffen. Manche Träne des Mitgefühls wird getrocknet.
Nach dem Gottesdienst erzählt Nikolai Pastor Spitzer und dem mitgereisten CCM-Team seine Geschichte: „Nie hätte ich geglaubt,
dass sich an diesem meinem letzten Urlaubstag auf der Krim eine derartige Wende in meinem Leben vollziehen würde.“
Es war das erste Mal in seinem Leben, dass der KGB-Oberst eine Kirche betreten hatte. Im Elternhaus war er streng atheistisch erzogen worden.
Der Vater, ehemals hoher KGB-Offizier, hatte die Christen als Staatsfeinde wann und wo immer nur möglich verfolgt. Nikolai:
„ Wüsste mein Vater von meiner Hinkehr zu Gott, er würde sich noch im Grabe umdrehen. Aber ich weiß, ich habe die richtige Lebensentscheidung
getroffen. Mein Status, alle Vorteile, die ich aufgrund meiner Stellung genoss, konnten das dumpfe, nagende Gefühl in meinem Innersten, diese innere
Leere nicht ausfüllen. Heute habe ich den Sinn meines Lebens entdeckt. Gott ist real, ich habe ihn erfahren!"
Einen Tag später war Nikolai als neuer Mensch unterwegs auf geheimer Mission in die Arktis. „Zufällig" traf ihn Wochen später der Pastor der
ukrainischen Gemeinde auf dem Missionsschiff der OM „Doulos". Nikolai hatte die Gelegenheit ergriffen und sich mit Bibeln und geistlicher Literatur
reichlich eingedeckt. Die Liebe zu Jesus ist stärker als je zuvor und wir sind überzeugt, dass Nikolai - ähnlich wie Saulus von Tarsus,
der zum Paulus wurde- noch vielen Menschen den Weg zum wahren Leben zeigen wird.