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1990 – Jahr der Gnade für Deutschland


Oktober 1950


Im Rahmen einer Feierstunde vor dem Rathaus Schöneberg, übergibt der frühere amerikanische Militärgouverneur in Deutschland, General Lucius D. Clay, die Freiheitsglocke an Berlin. Die Glocke war nach dem Vorbild der amerikanischen "Liberty Bell" in England gegossen worden.

Genau nach 40 Jahren "Wüstenwanderung" des leidvoll geteilten deutschen Volkes läutete sie im Oktober 1990 die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands ein, eine Erhörung unzähliger Gebete

"NUN DANKET ALLE GOTT!"


Die Feuertaufe eines Leibgardisten

Das Kalenderblatt in der Schreibstube zeigte den 24. Juni 1966. Samuel Kweku, ein Leibwächter des ersten ghanesischen Präsidenten, Dr. Nkruma, erschien pünktlich wie immer zum Dienst.

Nichts deutete darauf hin, dass die Erlebnisse in jener Nachtschicht sein Leben radikal verändern würden, denn niemand ahnte in dieser schwülen Nacht etwas von dem geplanten Militärputsch. Teile des Militärs hatten sich gegen den Präsidenten und seine Regierung verschworen.

Etwa um Mitternacht zerrissen plötzlich einzelne Schüsse und hämmernde Maschinengewehrsalven die nächtliche Stille. Der diensthabende Offizier rief eilends alle verfügbaren Männer zu den Waffen. Panik und Schrecken breiteten sich aus. Ein Feuerhagel der Rebellen ging auf das Gelände nieder. Zwischen dem Staccato automatischer Waffen und den dumpfen Einschlägen von Geschossen hörte man markerschütternde Schreie. Männer erflehten in ihrer Angst Schutz und Hilfe von Geistern und Göttern.

Doch kein Zauber half in dieser Nacht. Samuel Kweku erstarrte vor Furcht, als er mit ansehen musste, wie seine Kollegen von Geschossen zerfetzt wurden und Freunde rings um ihn herum stöhnend starben. In seiner großen Bedrängnis stammelte er ein Stoßgebet zu dem lebendigen Gott, dem er einige Monate zuvor sein Leben ausgeliefert hatte.

Etwas Unfassbares geschah. Mitten in diesem Chaos hörte Kweku die Stimme Gottes: "Mein Sohn, ich habe dich berufen, mir ein auserwähltes Werkzeug zu sein und mein Evangelium unter die Völker zu tragen. Kein Haar soll dir gekrümmt werden." Ein unbegreiflicher Friede erfüllte ihn von diesem Augenblick an, obwohl der Kampf um den Palast auch in den folgenden Stunden mit unverminderter Heftigkeit weitertobte.

Gegen 10 Uhr des nächsten Tages vernahm Samuel Kweku Gottes Stimme ein zweites Mal- Nimm die Präsidentenfamilie mit dir und verlasse den Palast." Ein entsprechender Versuch des Kommandeurs war aufgrund der berechtigten Todesangst der Präsidentengattin schon Stunden zuvor gescheitert, denn draußen erwartete sie eine Übermacht von grausamen Rebellen.

Seltsamerweise folgte sie jetzt widerstandslos der Aufforderung des einfachen Leibgardisten. Sofort nach Passieren der Torausfahrt wurde der Wagen gestoppt und die Türen der Limousine aufgerissen. Alle Insassen wurden, gezwungen, sich mit hinter dem Kopf gekreuzten Händen auf die Erde zu legen.

Ein Erschießungskommando trat an. Den Tod so direkt vor direkt vor Augen schrie Kweku in seinem innersten zu Gott! Zweifel quälten ihn! War er einer Illusion mit schrecklichen Folgen erlegen? Unmittelbar bevor der Feuerbefehl erteilt werden sollte, sprang plötzlich der 7-jahnge Sohn des Präsidenten auf und herrschte den befehlenden Offizier an Wie viele Einwohner hat Ghana? Wollen sie denn alle Menschen umbringen? Hören sie auf mit dem sinnlosen Toten!" Dann stellte er seine Mutter, seine Geschwister vor und den Leibwächter als Diener der Präsidentenfamilie. Verdutzt starrte der Soldat auf den mutigen Jungen und murmele kaum vernehmbar vor sich hin: "Was will der Mensch eigentlich in diesem Leben ?- zog die Mütze ab klemmte sie unter den linken Arm und salutierte vor dem 7 jährigen Knaben.

Dann gab er den Befehl, sie alle in einem Schützenpanzer sicher zur Polizeihauptwache bringen zu lassen. Dort holte der ägyptische Botschafter Frau und Kinder des Präsidenten ab, denn die Gattin von Dr. Nkruma war ägyptischer Herkunft.

Sammy Kweku zitterte vor Angst am ganzen Wuste er doch dass gerade die Leibgardisten gesuchte Feinde der Rebellen waren Wurde er Jetzt doch noch das grausame Schicksal von Folter, bis hin zum Tod erleiden müssen?

Ein Beamter stolperte in den Raum, warf ihm einen kurzen Seitenblick zu und zischte: "Mann verschwinde endlich!"

Sammy Kweku war frei! Keiner hatte ihn erkannt! Gott hatte Wort gehalten. Kein Haar war ihm gekrümmt worden!

Heute ist Kweku Bischof von 20 Gemeinden und verkündet auf allen Kontinenten die Botschaft der Versöhnung.

Sein Dienst ist wie im Neuen Testament verheißen, begleitet von Zeichen und Wundern. Mit großem Engagement bereitete er in den verschiedenen Städten Westafrikas die Evangelisation mit Pastor Spitzer vor.

Zehntausende werden sich im August 91beim "Kumasi -Feldzug" versammeln. Die Planung für dieses Ereignis läuft unter der qualifizierten Leitung des Bischofs bereits an.

Es ist gut zu wissen, dass unsere Freunde betend hinter unseren vielen missionarischen Aktivitäten stehen.


Da blieb kein Auge trocken

Endlich war es soweit! Gisele Bolou konnte ihrem Mann die freudige Mitteilung machen: Sie war schwanger! Der Mode-Designer Patrice Bolou drückte seine geliebte Frau an sich und mit Spannung sahen beide dem frohen Ereignis der Geburt ihres ersten Kindes entgegen. Es war dann auch ein strammer Junge, den sie in den Armen hielten - Freddy, ihr Erstgeborener. Welch ein Schmerz durchzog die Eltern, als sie feststellen mussten, dass er blind war!

Mit Fürsorge pflegten sie den Sprössling dreieinhalb Jahre, doch beim Anblick der herumtollenden Nachbarkinder und dem isolierten Sohn spürten sie immer wieder einen tiefen Stich im Herzen.

Durch eine Fernsehsendung von RTi erfuhr das Ehepaar von der geplanten CCM-Evangelisation in Daloa, Elfenbeinküste und Ereignissen in Städten Ghanas.

Angesprochen durch die glaubensstärkenden Berichte, machten sie sich mit dem blinden Freddy auf den Weg. Beim Gebet für die Kranken legten beide die Hände auf die Augen ihres Kindes, Augen, die Vater und Mutter noch nie erblickt hatten.

Mit Inbrunst beteten sie zu dem lebendigen Gott. Ihre Erwartung war grenzenlos. Jesus hatte sich, während Seiner Erdenzeit, vieler Blinder erbarmt. "Jesus Christus gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit" - so hatte es in der Verkündigung geheißen.

Das Gebet war beendet. Hie und da brach in der Menge über eine Heilung, die Gott geschenkt hatte, Jubel aus. Die Enttäuschung der Eltern war kaum zu verkraften, als die "toten" Augen des Sohnes auch weiterhin ausdruckslos ins Nichts starrten.

Niedergeschlagen traten die Eltern mit dem Kind den Heimweg an.

Dann... am folgenden Morgen wollte Gisele, wie üblich, den Jungen vom Nachtlager aufheben, als sich das Unfassbare ereignete:

Freddys Augen öffneten sich und sahen erstaunt in das Angesicht der Mutter. Ein Schrei hallte durch das Haus!

Gisele Bolou musste sich Luft verschaffen!

Den Jungen auf dem Arm rannte sie zum örtlichen Pastor, Rev. Nyarkoh und erzählte von dem Wunder, das Gott über Nacht an Freddy getan hatte.

Kein Auge blieb trocken, als die überglücklichen Eltern die Geschichte von Freddys Heilung am folgenden Abend der Menge mitteilten.

Scharen wandten sich in Daloa von ihren Götzen ab, um nun dem lebendigen Christus zu dienen. Hätte Gott nur dieses eine Wunder gewirkt, die anstrengende Reise durch West-Afrika hätte sich gelohnt.

Wir sind eingeladen, im nächsten Jahr wieder nach West-Afrika zu kommen. Wirst Du uns helfen, die geplante Großevangelisation durchzuführen?
Wir haben erlebt, dass wir ganze Städte für Gott bewegen können, wenn uns die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen.
Danke, dass Du Gott zu Deinem Herzen reden lässt.




König Nana

Bosoma Asor Nkrawiri II. hatte beeindruckende Berichte von den Wundern Gottes in Sunyani gehört und lud daraufhin Pastor Spitzer mit Team zum Gespräch ein. Als er eine wertvolle Bibel als Gastgeschenk entgegennahm, bekundete er reges Interesse an Gottes Wort und bat den Evangelisten im nächsten Jahr wiederzukommen, um seinem Volk das Evangelium zu verkünden.

Wie in der biblischen Geschichte von der syrophönizischen Mutter, die nicht aufgab, für ihre Tochter Heilung zu erflehen, trug diese Frau drei Tage lang ihren gelähmten Sohn kilometerweit zur Evangelisation. Allabendlich legte sie ihre Hände glaubend und betend auf die verkrüppelten Beine ihres Kindes. Zweimal musste sie den Jungen ungeheilt nach Hause zurücktragen. Aber sie gab nicht auf! Auch am dritten (und letzten!) Abend war sie zugegen, setzte liebevoll ihren Sohn vor dem Podium ab und zur Zeit des Gebets bestürmte sie den Himmel.

Der Jubel war groß, als sich der Junge durch Gottes Kraft aufrichtete, und schließlich der Evangelist zusammen mit dem Geheilten einen Wettlauf über die Bühne machte, um die Heilung unter Beweis zu stellen.-(siehe Foto).

Als das Volk Gott im Tanze pries, konnten wir die Bibelstellen verstehen: "Sie sahen aber die Zeichen, die Philipus tat, und eine große Freude war in der ganzen Stadt." Apg. 8.8


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