Das Feuer Gottes fällt
Ca. 11 Mio. Einwohner zählt die exotische Karibikinsel. Sie umfaßt etwa 1/3 der Fläche Deutschlands.
Die Menschen sind arm. Seitdem nach Zerfall des Sowjetreiches die Unterstützung Moskaus ausblieb, verarmte Kuba noch mehr.
Einem Missionsbericht des evangelikalen Nachrichtenmagazins Idea-Spektrum zufolge liegt der durchschnittliche Monatsverdienst bei etwa 5-10 US Dollar,
die Rente bei ca. 4 Dollar.
Spitzenverdiener wie Fachärzte kommen auf höchstens 25 Dollar. Man sagt, dass etwa 80 % aller Kubaner unter dem Existenzminimum leben.
Viele Familien können sich nur eine Mahlzeit am Tag leisten, die zumeist aus Reis und Bohnen besteht. Ein atheistisch geprägtes Land erlebt Gottes
reales Wirken Mitten in all den Schwierigkeiten, mit denen das in Isolation befindliche Land augenblicklich kämpft, wendet sich offensichtlich Gottes Licht
und Seine Liebe den Menschen dieser Insel zu. 1998 erleben die erstaunten Kubaner wie zum erstenmal ein Gottesdienst im öffentlichen Fernsehprogramm
ausgestrahlt- und außerdem wohlwollend kommentiert wird.
Ein Jahr später schon werden landesweit von allen evangelikalen Freikirchen mehrere Großevangelisationen durchgeführt.
Den letzten Gottesdienst mit ca. 120.000 Teilnehmern besucht auch Fidel Castro.
Gemeinden, die seit ihrer Gründung in den 50er Jahren ums Überleben kämpften, erfahren plötzlich enormen Zuwachs.
So erlebt z. B. die pfingstkirchliche "Asamblea de Dios" eine regelrechte Erweckung. Der Gemeindeverband ist seit 1990 von ca. 10.000 auf inzwischen
über 100.000 Mitglieder angewachsen.
Neue Gemeinden entstehen, tausende Hauskirchen -"Casas Culto" -schießen wie Pilze aus der Erde. Menschen aller sozialer Schichten erleben persönlich,
dass Jesus Christus keine Fiktion, sondern der auferstandene Gottessohn ist, dem "alle Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden."

Auf Einladung mehrerer kubanischer Gemeinden wird Pastor Spitzer mit einem kleinen Team im Oktober 2000 auf der Zuckerinsel die frohe,
freimachende Botschaft von Jesus Christus verkündigen. Für Gilda Richter geht damit ein Traum in Erfüllung, denn seit ihrer Hinkehr zu Gott im
vergangenen Jahr brennt der Wunsch in ihrem Herzen, ihren Landsleuten das erlösende Wort Gottes zu bringen. Als Dolmetscherin wird sie Pastor Spitzers
Verkündigung in ihre Heimatsprache übersetzen, bewegt von dem Anliegen, viele ihrer Freunde und Angehörigen zu einem lebendigen Glauben
an Jesus Christus zu führen.

Zu Beginn des Jahres 1999 zog die Christengemeinde TABOR mit ihrem Pastor Volkhard Spitzer vom Grüngürtel Berlins in die Kreuzberger
Jesus Kirche, nahe dem neuen Berliner Stadtzentrum -eine Gebetserhörung.
Anliegen des Pastors war es von Anfang an, daran zu arbeiten, dass das Evangelium in dieser zentralen Lage der Stadt in attraktiver und relevanter
Weise den Menschen nahegebracht würde.
Eine Vision wurde formuliert:
Die Christengemeinde TABOR soll entsprechend dem Dienst und Auftrag Jesu (Luk. 4: 18-19) eine Gemeinschaft werden, in der niedergeschlagene,
verletzte und orientierungslose Menschen Liebe, Akzeptanz, Hilfe, Hoffnung, Vergebung, Leitung und Ermutigung finden können.
U.a. ist es Ziel dieser Gemeinde, dem Glauben noch fernstehende Menschen in unserer Gemeindefamilie ohne Vorurteile willkommen zu heißen - einander
zu lieben, gemeinsam zu lernen, zu lachen und in Harmonie miteinander zu leben, eine wachsende Gemeinde zu sein.
Alle Gläubigen sollen ohne Druck - ihrem eigenen Stand entsprechend - unter Berücksichtigung ihrer natürlichen und geistlichen Begabungen für Dienste
zugerüstet werden, z.B. für Diakonie oder persönliche Evangelisation.
Intensives Gebet und liebevoller engagierter Einsatz trugen Früchte. Während sich im Sommer 1997 knapp 20 Gottesdienstbesucher in der Kapelle im
Süden Berlins zusammenfanden, konnte die Gemeinde bei der letzten Aufnahme von neuen Mitgliedern im Juli das Überschreiten der »100-Marke« feiern.
Da die Zahl der Besucher natürlich die der Mitglieder bei weitem übersteigt, ist es in der Kirche eng geworden.
Ab dem 3. September 2000 finden deshalb zwei Gottesdienste statt:
-9 Uhr Frühgottesdienst und um 11 Uhr Familiengottesdienst –
Alle Freunde und Suchende ohne geistliche Heimat sind herzlich willkommen!